Was Dich daran hindert, Deine Ziele zu erreichen

Was Dich daran hindert, Deine Ziele zu erreichen

Bevor wir zum Thema kommen, muss ich Ihnen noch eine Definition des Begriffs „Hyperproduktiv“ geben, der im folgenden Text vorkommt:

“Hyperproduktiv zu sein bedeutet, fokussiert, diszipliniert und planvoll nur die Aufgaben zu erledigen, die wichtig und richtig sind, um gesteckte Ziele zu erreichen.”

 

Es gibt verschiedene Gründe, warum Menschen ihre Ziele nicht erreichen und deshalb im Leben nicht wirklich weiter kommen:

1. Falsche Glaubenssätze, die einen schon das ganze Leben begleiten und die man selbst nicht als falsch erkennt.

Ein Beispiel:

Glaubenssatz: WENN ICH NICHTS PRODUKTIVES TUE, BIN ICH FAUL!

Kein Mensch ist immer produktiv. Selbst die superproduktiven Menschen haben unproduktive Zeiten. Diese unproduktiven Zeiten dienen einerseits dem Körper dazu, sich zu regenerieren, andererseits dem Geist dazu, sich neue Sachen auszudenken, Strategien zu entwickeln und Erreichtes zu optimieren.

Wenn Sie hyperproduktiv werden möchten, planen Sie von Anfang an Zeiten ein, in denen Sie nichts bzw. etwas tun, das Ihnen Spaß bereitet und wodurch Sie für eine gewisse Zeit von Ihren Aufgaben oder Zielen abgelenkt werden. Gehen Sie ins Kino, nehmen Sie eine Dusche oder hören Sie Musik. Wie viel Zeit ein Mensch braucht, um seine Batterien wieder aufzuladen, ist individuell verschieden.

Ein weiterer Faktor, der im Bezug auf Zeit und Leistungsfähigkeit eine Rolle spielt, ist der persönliche Biorhythmus. Jeder Mensch hat bestimmte Zeiten am Tag, an denen er einfach „schlechter funktioniert“. Bestimmen Sie Ihren eigenen Biorhythmus entweder durch Selbstbeobachtung (finden Sie das Muster bei Ihren produktiven und unproduktiven Zeiten) oder durch einen Biorhythmusrechner im Internet.

Unproduktive Zeit ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Klarheit im Denken und im Bewusstsein über die eigene Leistungsfähigkeit. Akzeptieren und genießen Sie unproduktive Zeit!

Neuer Glaubenssatz: EINE BEWUßTE AUSZEIT HILFT MIR DABEI, MEINE BATTERIEN AUFZULADEN UND GIBT MIR ZEIT UND RAUM, UM STRATEGISCH ZU DENKEN.

2. Zielkonflikte, die nicht aufgelöst wurden.
Ein Ziel paßt dabei nicht zum anderen und damit landet man in einer Starre, die dafür sorgt, dass man keines seiner Ziele weiterverfolgt.

3. Fehlende Strategien zur Probembewältigung.
Was tun, wenn etwas nicht so klappt, wie geplant?

4. Keine klar definierten Ziele.
Ziele müssen nicht nur SMART, sondern SMART+ sein!

5. Keinen umsetzbaren Plan.
Ein Plan ist der Weg zum Ziel. Ist der Weg unklar, dann wird man sein Ziel nicht erreichen.

6. Scheinbar realitätsfremde Ziele.

7. Keine Zeit, um an den Zielen zu arbeiten.

8. Zu viele Dinge gleichzeitig tun.

9. Reaktiv statt aktiv sein und sich fremdsteuern lassen.

10. Zu wenig Selbstbewußtsein besitzen.

11. Angst vor dem Scheitern haben.

12. Das Ziel ist nicht wichtig genug.

13. Zu früh aufgeben.

 

Stellen Sie sich vor, Sie hätten jeden dieser Hinderungsgründe für sich ausgeräumt. Was könnten Sie dann alles schaffen?

Sie glauben, dass Sie diese Hinderungsgründe für sich nicht ausräumen können?

Das haben viele meiner Mandanten auch gedacht. Eigentlich haben das sogar alle meiner Mandanten zuerst gedacht. Die meisten glaubten, dass ihnen dazu die Disziplin fehlen würde.

Dies würde bedeuten, dass nur Disziplin zum Erfolg führt.

Tatsächlich hat das Erreichen von Zielen mit Disziplin und auch mit Glück weniger zu tun, als man denken könnte. Tatsächlich hat die eigene Produktivität einen wesentlich größeren Einfluss auf den Erfolg.

Produktivität und das Erreichen von Zielen stehen direkt miteinander in Verbindung.

Produktiver zu werden kann man in einer, maximal in zwei Stunden lernen. Disziplin ist zwar scheinbar eine wichtige Komponente, man kann diese aber durch eine andere Komponente ersetzen, die jeder sofort aus dem Stand beherrscht (dazu demnächst mehr im nächsten Post).

Mit der Erreichung Ihrer Ziele können Sie theoretisch sofort beginnen. Das einzige, was Sie aufhält, sind Sie selbst. Und auch diesen Knoten kann man ganz leicht lösen.

Möchten Sie kurz vor dem Ende, bevor Sie ins Gras beißen, sich darüber ärgern, bestimmte Dinge in Ihrem Leben nicht getan oder bestimmte Ziele nicht erreicht zu haben? Bestimmt nicht, oder? Dann ist es nämlich bereits zu spät!

Was erfolgreiche / effektive / fokussierte Menschen von weniger erfolgreichen / effektiven / fokussierten Menschen unterscheidet, sind die folgenden Fähigkeiten:

1. Diese Menschen wissen, warum sie etwas Bestimmtes tun.
2. Diese Menschen beginnen mit einer Sache und bleiben diszipliniert dran.
3. Diese Menschen haben einen umsetzbaren Plan.
4. Diese Menschen können das Wesentliche vom Unwesentlichen unterscheiden.
5. Diese Menschen arbeiten fokussiert und ablenkungsfrei.

Mit meinem neuen Buch „Hyperproduktiv!“ erlernen Sie die Fähigkeiten der erfolgreichen / effektiven / fokussierten Menschen und noch ein wenig mehr.

Klingt alles sehr kompliziert? Das ist es aber nicht! Am Ende werden Sie denken: „Wow! Das war ja ganz einfach. Warum bin ich nicht selbst darauf gekommen?“ Jedenfalls haben das schon viele meiner Mandanten genau so gesagt, denn die Methoden aus dem Buch verwende ich bereits seit einigen Jahren in meinen Coachings.

Natürlich könnten Sie jetzt sagen: „Ich habe doch keine Zeit.“

Hier kommt wieder das Thema Produktivität ins Spiel. Wenn Sie es schaffen, Ihre täglichen Aufgaben schneller zu erledigen, dann haben Sie plötzlich die Zeit, die Ihnen jetzt fehlt, oder?

Deshalb heißt meine Gleichung auch:

Aufgaben schneller erledigen + Ziele erreichen = im Leben weiterkommen

In der Schule lernt man nicht, wie man Ziele erreicht, oder wie man produktiv wird. Das findet man entweder irgendwann selbst heraus (laut meiner Umfrage hat das bei 10% der Befragten halbwegs geklappt), oder man wurschtelt halt vor sich hin und hofft auf das Beste.

In Deutschland beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung derzeit 80 Jahre. Dies entspricht 29.200 Tagen. Wenn Sie 30 Jahre alt sind, bleiben Ihnen im Schnitt 18.250 Tage. Wenn Sie 40 Jahre alt sind, ist statistisch bereits Halbzeit. Ihnen bleiben weniger als 15.000 Tage.

Wie viel Zeit wollen Sie sich noch geben, um ohne fremde Hilfe erfolgreich zu werden?

Da fällt mir gerade ein: Eine weitere wichtige Fähigkeit haben die erfolgreichen / effektiven / fokussierten Menschen auch noch:

6. Sie wissen, wann Sie sich helfen lassen sollten und nehmen Hilfe auch an.

Beginnen Sie ruhig irgendwann, aber: Irgendwann ist jetzt!

 

Behindert Sie noch etwas anders bei der Erreichung Ihrer Ziele? Schreiben Sie es mir in den Kommentaren unten auf dieser Seite und ich werde versuchen, Ihnen zu helfen.

aus:

Hyperproduktiv - Das neue Buch von Wolfgang Kierdorf

Hyperproduktiv – Das neue Buch von Wolfgang Kierdorf

Ich will mehr davon!

11 thoughts on “Was Dich daran hindert, Deine Ziele zu erreichen

  1. Christian Civello

    Oh ja, die Punkte 1-13 habe ich als Unternehmer mehr oder weniger oft erlebt. Dabei ist es manchmal wichtig, nur mal “stehen zu bleiben” und sich seiner Ziele bewusst zu werden…
    Interessante und gute Denkansätze, spannendes Thema.
    Ich bleibe dran…

    1. wolfgang Post author

      Das mit dem Stehenbleiben fällt den meisten Menschen sehr schwer. Das Hamsterrad dreht sich halt weiter. Also bleibt man in Bewegung. Man tut die Dinge, die man “beherrscht”. Den Kleinscheiss, der die Illusion von Produktivität erzeugt. In Wirklichkeit sind wir zwar beschäftigt, aber keinesfalls “Hyperproduktiv” im Sinne von zielorientiert Produktiv.

  2. Sabine Hohmann

    Du vergißt bei deinen Überlegungen völlig die Frauen , die Mann und Kinder haben. Diese Frauen hindert die Rücksicht auf die Kinder und oft ganz massiv der Mann / Partner daran, seine Ziele zu verwirklichen. Erst seit ich Witwe bin , kann ich mein Berufsziel Tierheilpraktiker verwirklichen . Ich brauche niemandem Rechenschaft ablegen, wofür ich mein Geld ausgebe. Auch wenn mein jetziger Nebenerwerb nicht viel abwirft, es macht mir Spass und ich lebe bescheiden. Ich teile mir den Tag so ein, wie ich es will. Manche sehen auch finanzielle Hindernisse. Sie haben nicht gelernt, zu sparen und sich einzuschränken. Es geht alles , wenn man will. Ich lebe quasi von der Hand in den Mund, aber meine Rechnungen konnte ich noch immer bezahlen. Auch mal Kino und Freizeitbad sind drin. Ein Auto hab ich auch. Nächstes Jahr bringe ich in meinem Haus auch noch die Tierheilpraxis unter. Da freu ich mich schon drauf.

    1. wolfgang Post author

      Hallo Sabine!
      Das Thema Beziehung lasse ich bewusst außen vor. Man muss immer zuerst an sich selbst arbeiten und dann an oder mit Anderen. Über das Thema Beziehungsarbeit könnte man sicher auch ein paar Bücher schreiben. Mein Thema ist aber mehr der Einzelne (da bin ich Experte) und weniger die Beziehung (da lerne ich selbst jeden Tag noch was dazu ;-)).

      Was ich Dir aus eigener Erfahrung und der Arbeit mit vielen Mandanten sagen kann: Wenn man selbst klar weiß was man möchte, dann “beseitigt” das ALLE Hindernisse.

  3. Tim Rost

    Hallo Wolfgang,

    vielen Dank für Deine immer wieder spannenden Artikel.
    Interessanterweise habe ich letztes Wochenende, also VOR Deinem Artikel, genau diese Gleichung aufgestellt: Wenn ich noch 50 Jahre leben würde, wären das ja grad mal 18.250 Tage.
    Bei diesem Gedanken lief es mir Eiskalt den Rücken herunter. Mit einem Auto hat man das ruckzuck in einem Jahr drauf.

    Ich habe meinen Weg vor kurzem erkannt und bin nun Unternehmer.
    An Dieser Stelle auch ein Lob an Dich und Dein eBook “black swan”. Das hat mich zum Teil auch weitergebracht zu dieser Entscheidung.

    Danke und lieben Gruß.

    PS: tbs-mediashop.de gibt es wohl nicht mehr, solltest Deine HP updaten :-) Zur Not helf ich Dir da gern.

    1. wolfgang Post author

      Danke Tim!

      Ja, das Leben ist kurz. Das wird einem manchmal leider zu spät klar. Toll, dass Du das mit dem Unternehmer werden in die Hand genommen hast. Ist ein großer Schritt. Und schön, das Dir die Unternehmerausbildung (für alle die sie noch nicht kennen: http://www.die-unternehmerausbildung.de) dabei geholfen hat.

  4. Andy

    Für meinen persönlichen Geschmack klingt der obige Ansatz etwas zu mechanistisch, zu sehr nach “Big Corporate”: Fixe Ziele und ein möglichst effizienter Einsatz gegebener Ressourcen! Im unternehmerisch geprägten Umfeld unterliegen Ziele häufig einem experimentellem, iterativem Wandel, je nach dem wie positiv oder negativ das Feedback aus dem Markt ist und wie leicht oder schwer sich die Ressourcen für die Umsetzung eines bestimmtes Planes mobilisieren lassen. Vielleicht kann die kommende Publikation auch diesen Aspekt etwas näher beleuchten. Danke!

  5. wolfgang Post author

    Hallo Andy!
    Zu planen bedeutet in meiner Definition nie “starr sein”. Es bedeutet vorbereitet zu sein und die nächsten Schritte zu kennen. Kennt man die nächsten Schritte nicht, endet das zumeist damit, dass man nichts tut. Im Buch gehe ich auf das ganze Thema “planen” sehr ausführlich ein.

  6. Renate Thiel

    Letzter Tag vor meinem Urlaub. Eine ganze Reihe von Aufgaben lagen noch auf meinem Schreibtisch. Nach näherer Betrachtung kamen mir die Aufgaben überhaupt nicht mehr wichtig vor. Dank dem Input Deines neuen Buches. Ich habe alles beiseite geschoben und bin relaxter in den Urlaub gestartet. Nun sitze ich hier entspannt und denke daran, nach meinem Urlaub mehr zwischen wichtigen und unwichtigen Tätigkeiten zu untertscheiden. Ich habe ja festgestellt, dass es geht.

    1. wolfgang Post author

      SUPER! Tolle Erkenntnis. Die Welt ist nicht untergegangen, niemand wurde verletzt! ;-) … aber Du hattest einen sehr entspannten Urlaub. So muss das sein. Wann verrennt sich leicht in der eigenen Sicht der Wichtigkeit bestimmter Aufgaben. Mein Tipp (den ich auch selbst beherzige): Was passiert, wenn ich das jetzt NICHT tue bzw. was passiert, wenn ich das erst später mache bzw. was passiert, wenn ich das NIE tue?

  7. Ute L.

    Hey Wolfgang,
    Du hast mich beeindruckt Hut ab vor dem was Du geschafft und erschaffen hast. Viel Glück und Erfolg auf deinem weitern Weg. (Auch ohne Skates

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Wolfgang Kierdorf ist mit seiner Firma The Black Swan Partner
der Gründerwoche Deutschland
des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.